Bockmarkt 2016

Morgens: Weiss. Mittags: Grün und viel Festvolk. Abends: Zufriedene oder vereinzelt auch enttäuschte Züchter

Tadellose Organisation, viele Freunde der Schwarzhalsziegen, Musterböcke, gespannte Züchter, konzentrierte Richter: Was braucht es mehr für eine gute Bockmarkt-Ausgabe. Sowohl die Ziegenzuchtgenossenschaft Naters als Festorganisator wie der Vorstand des OZIV als Marktorganisator glänzten. Schon kurz nach 10 Uhr regten feine Gerüche aus der Feldküche die Magennerven an. Weiss war das Terrain, es lag noch Schnee, gewohnt schwarz-weiss die Ziegenböcke und weiss die vorführenden Damen und Herren aus der Ziegenzuchtgenossenschaft Mund. Es klappte wie am Schnürchen. Die Einen brachten die Böcke zum Eingang, die Anderen stellen sie nach der Punktierung wieder an ihren Platz. Dem Eingangswart entging nichts. Jedes Tier wurde ordentlich registriert. Die Vorführenden im Ring trugen das Täfelchen mit der Marktnummer des Tieres, so dass alle Zaungäste zu jeder Zeit wussten, was abgeht. Und die Experten? Sie waren weder durch Blitzlicht noch durch Zurufe abzulenken. Bei jedem Tiere wurde jedes Kriterium ausführlich geprüft. Beurteilt wurden wie üblich die Rassenmerkmale (Behaarung und Farbe), Typ Format (Körper lang, tief, robust und gut verbunden, langes und breites, nicht zu stark abfallendes Becken. Guter Wuchs und ausgesprochene Geschlechtsmerkmale. Kopf edel und leicht, gehörnt, gut bemuskelte Schultern und Schenkel) sowie Fundament (Gliedmassen, Stellung und Gang). Die vier Rekurse wurden gemeinsam beurteilt und einstimmig abgelehnt.

Bei der Wahl der Jungmister wurde die Spannung schon fast schmerzlich. Schon die Auswahl der ersten drei Tiere zog sich hin. Noch schwerer taten sich die Richter mit der Entscheidung, wer von den dreien nun der Jungmister Naters 2016 werden soll. Schliesslich entschied das Tier 180.0913 RB von Edwin und Kasi Eggel von Naters "das Rennen" für sich.
Bei den älteren Böcken schienen die Verhältnisse klarer. Mindestens nach dem die Auswahl der Tiere für die Endrunde entschieden war. Das Tier 174.4898 MV von Fernando Steiner von Niedergampel wurde verdienterweise zum Mister Naters 2016 gekürt.
Zweifellos bedeutete es viel Arbeit, Geduld und Züchterverstand, die Tiere so herzurichten, wie sie sich alljährlich auf der Festwiese Stapfen in Naters zeigen. Dafür sei allen Züchtern herzlich gedankt. Seid versichert, dass Ihr damit vielen Menschen Freude macht.
Danke und Bravo!

 

Edwin Eggel mit dem Jungmister Naters, Richter Carli Cathomas, Richter Ueli Perren und Fernando Steiner mit dem Mister Naters.
Edwin Eggel mit dem Jungmister Naters, Richter Carli Cathomas, Richter Ueli Perren und Fernando Steiner mit dem Mister Naters.
Die drei Tiere der Endausscheidung für den Jungmister: 156 vo Eggel Edwin und Kasi Naters, 104 von Imboden Richi und Roger St. Niklaus und 116 von Schnydrig Ivo Mund.
Die drei Tiere der Endausscheidung für den Jungmister: 156 vo Eggel Edwin und Kasi Naters, 104 von Imboden Richi und Roger St. Niklaus und 116 von Schnydrig Ivo Mund.
Die drei Tiere der Endausscheidung für den Mister: 3 von Zenklusen Raoul Mund, 4 von Schnydrig Uly Mund und 42 von Seiner Fernando, Rhone.
Die drei Tiere der Endausscheidung für den Mister: 3 von Zenklusen Raoul Mund, 4 von Schnydrig Uly Mund und 42 von Seiner Fernando, Rhone.

Die Delegiertenversammlung 2016 genehmigte ein angepasstes Reglement, welches den Oberwalliser Bockmarkt nun offiziell zur interkantonalen Ausstellung macht. Damit erhofft sich der OZIV noch mehr Züchter aus der ganzen Schweiz, was nicht nur den Kontakt verbessern sondern auch die Zucht weiterbringen könnte.

Weiter wird das Reglement Bockmarkt den neuen Regelungen des SZZV angepasst, d.h. bei den Aufnahmebedingungen wird das Mindestalter von 5 Monaten gestrichen. Neu wird eine Kategorie J, Böcke bis 5 Monate aufgenommen. Die Mutter muss als Bockmutter anerkannt (ALP- oder MLP-Kontrolle) sein. Bei der Auffuhr wird das Obligatorium auf die im Oberwallis stationierten SH-Böcke limitiert. Die Eingangskontrolle erfolgt durch einen Tierarzt und die Auffuhrgebühr erhöht sich um 10 Franken.

Das Anmeldeformular muss bis am 9. März 2016 im Besitze der Dienststelle für Landwirtschaft, Amt für Viehwirtschaft, Postfach 437, 1951 Sitten sein.

Das Begleitschreiben an die Zuchtbuchführer und Züchter.

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