Verein Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere

An der ersten GV vom 12. Mai in Lalden konnten die Vereinsverantwortlichen und die anwesenden Politiker schon auf manche Errungenschaft hinweisen. Indes der Weg zum Ziel bleibt lang und steinig. Mehr dazu. Präsident Georges Schnydrig konnte auch die neue Webseite des Vereins präsentieren.

Erfolgreich gegründet

Über 1000 Personen haben die Absicht erklärt, Mitglied zu werden. Über 300 Schäfer und Jäger und viel Politprominenz fanden am 28. April 2015 den Weg in die Mehrzweckhalle von Lalden. Der Tagespräsident Urs Juon konnte als Gemeindepräsident von Törbel gleich zu Beginn aus dem Vollen schöpfen, waren die Törbjer Schäfer doch mit der Präsenz des Augstbordwolfes im Sommer 2014 Direktbetroffene und Leidtragende wie viele andere Walliser Schäfer. Nicht weniger eindrücklich die Worte von Thomas Egger, der im Thema auch die Grundsatzfrage nach der künftigen Funktion der Berggebiete ortet. Für ihn geht es um nichts weniger als die Wahl, ob das Berggebiet künftig Naturreservat oder lebendiger Wirtschafts- und Lebensraum sein soll. Mit der an der Versammlung vorgeschlagenen Ergänzung in Art. 2 "Zweck": "der Jagd" genehmigten die Anwesenden die von Franz Ruppen vorgestellten Statuten des Vereins einstimmig.

Die Wahl des Vorstandes mit Grand Reinhard, Susten; Gsponer Hans-Peter, Stalden; Kalbermatter Rolf, Törbel; Kiechler Gerhard, Münster; Ruppen Franz, Naters; Schnydrig Georges, Lalden; Seeberger Hans, Kippel und Steiner Daniel, Niedergesteln wurde mit einem herzlichen Applaus gewählt. Mit einem ebenso herzlichen Applaus wurde anschliessend Georges Schnydrig in das Amt des ersten Vereinspräsidenten gehievt. Vorläufig ohne Mitstreiter amtet Herbert Volken als Revisor. Mangels zweitem Kandidaten, bzw. Spontanmeldung aus den Reihen der Anwesenden erhielt der Vorstand die Kompetenz in Eigenregie einen zweiten Revisor zu bestimmen. Viel Lob bekamen die eidgenössischen Parlamentarier, die sich unermüdlich in Bern für die Sache eingesetzt haben. Ständerat René Imoberdorf erklärte der Versammlung denn auch den aktuellen Stand der Bundespolitik in Sachen Kündigung der Berner Konvention und nötiger Revision des Jagdgesetzes.

Aufruf zum Mitmachen
Die Wiederansiedlung der Grossraubtiere in der Schweiz führt insbesondere in den Bergregionen zu einem zunehmenden Ärgernis und verunsichert die Bevölkerung. Die Bestrebungen der Politik zur Wiederansiedlung der Grossraubtiere erhöhen den Druck auf unsere Bergregionen weiter. Die Abwanderung wird beschleunigt und die Entvölkerung von ganzen Landstrichen und Seitentälern wird die Folge sein. Klein- und Grossviehhalter im Berg und Talgebiet werden aufgrund der ständigen Bedrohung und Angriffe der Grossraubtiere wie Wolf, Luchs und Bär ihren Betrieb aufgeben. Ein Grossteil der bis jetzt gepflegten Alpen und Wiesen werden verganden. Ein Stück Walliser Kultur verschwindet. Noch sind vor allem die Schäfer und Ziegenhalter am meisten betroffen sind. Dies wird sich mit der Rudelbildung ändern, auch Grossvieh und Pferde werden vermehrt von Wölfen angegriffen. Beispiele aus dem benachbarten Ausland gibt es genug. Ein Rückgang vom Wildbestand ist eine weitere Folge der Grossraubtiere. Die Jäger werden zu Waffenläufer und trauern den" alten Zeiten" nach. Auch der Tourismus wird diese Entwicklung zu spüren bekommen, jedoch ist es dann zu spät.
Alle sind betroffen - Nur gemeinsam können wir etwas bewegen.
Mit dem Verein „Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere“ wollen wir uns zur Wehr setzen, sagt die Kerngruppe.

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