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Ab 1. September 2010 ist der Auslauf für Ziegen Pflicht

06.08.2010
Ab dem 1. September 2010 ist der Auslauf für angebunden gehaltene Ziegen Pflicht. An mindestens 120 Tagen während der Vegetationsperiode und an 50 Tagen im Winter müssen die Ziegen ins Freie gelässen werden. Die Ziegen dürfen nie länger als 14 Tage am Stück angebunden sein. Sind die Ziegen zu lange ohne Auslauf, kann es beim Freilassen Probleme geben, weil die Gruppenordnung nicht gefestigt ist.
Ziegen sind ausgesprochen neugiere Tiere. Sie bewegen sich gerne. Sie fühlen sich wohler, wenn sie sich frei bewegen können. Ein Laufstall ist deshalb tiergerechter als die gängige Anbindehaltung, schreibt die Tierärztin Nina Keil im forum, Nummer 8.
Die neue Tierschutzgesetzgebung trägt dem Rechnung: In neuen Ställen ist Anbindehaltung verboten. Es wäre aber zu begrüssen, dass sich der Laufstall in bestehenden Beständen durchsetzt. In ihrem Beitrag in der Zeitschrift FORUM zeigt Nina Keil auf, dass alte Ställe ohne allzu grossen finanziellen Aufwand und mit wenigen Anpassungen umgebaut werden.
Gemäss den Untersuchungen des Zentrums für tiergerecht Haltung in Tänikon sind behornte Ziegen nicht aggressiver als honrlose. Auch das Argument, es gebe Unterschiede bei den Rassen, ist nicht haltbar. Bündner Strahlengeissen oder Nera Verzasca gelten als angriffslustig, sie unterscheiden sich in ihrem Sozialverhalten aber nicht von den anderen Rassen. Wenn Ziegen sich aggressiv verhalten, dann liegt das nicht in ihrer Natur, sondern oft daran, dass der Stall nicht richtig eingereichtet ist. Aggressionen kann es auch geben, wenn das Management beim Füttern nicht stimmt, oder die Herdenzusammensetzung häufig wechselt, hält die Tierärztin Nina Keil fest.
 

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