Delegiertenversammlung 2020

Präsident Urs Schnydrig konnte eine schöne Anzahl Züchter und Züchterinnen in Visperterminen begrüssen. Gemeindepräsident Rainer Studer bezeichnet Visperterminen als Bergdorf, das mit der Landwirtschaft noch eng verbunden ist. Die Gemeinde setzt denn auch mit Hilfe von Kanton und Bund alles daran, die Bauern zu unterstützen, damit sie das Dorf und seine Umgebung weiter pflegen und beleben. Speziell verweist er auf die Sanierung der Trockensteinmauern im höchsten zusammenhängenden Weinberg Europas sowie die geplante Sanierung der Nanztal-Wasserleite.
Urs Schnydrig freut sich in seinem Jahresbericht über die gelungenen Anlässe des vergangenen Vereinsjahres wie den Bockmarkt in Naters und die Leistungsschau in Visp. Das eben begonnene Jahr bringt für die Landwirtschaft entscheidende Abstimmungen, etwa das Referendum zum revidierten Jagdgesetz, welches wir unbedingt mit grosser Mehrheit annehmen müssen, oder die im Herbst zur Abstimmung gelangenden Wasser-Initiativen. Ebenso der zunehmende Druck auf die Nebenerwerbslandwirtschaft gibt zu schaffen. Die Ausbildungsanforderungen, welche mit der AP 2022+ massiv gesteigert werden sollen, wollen die Landwirtschaft neu aufmischen, gewiss aber nicht zum Besten der Berglandwirtschaft.

Nach 21 Jahren will die Genossenschaft Naters auf die Durchführung des Bockmarkts verzichten. Das grossartige Engagement der Genossenschaft Naters wird herzlich verdankt. Neu übernimmt der OZIV die Organisation, will aber den Standort Naters weiterhin behalten. Die Anpassungen zum Reglement werden von der DV angenommen.

Fabian Schwery verweist auf die Bemühungen in Sachen Referendum gegen das Jagdgesetz. In der Schweiz übernimmt Jagd Schweiz der Lead, zusammen mit dem Schweizer Bauernverband und der schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete. Das Referendumskomitee im Oberwallis besteht aus sämtlichen Tierzucht-Verbandspräsidenten, der Bauernvereinigung und der Bäuerinnenvereinigung Oberwallis sowie dem Kantonalen Jagdverband und dem Verein Lebensraum Wallis ohne Grossraubtiere. Ebenso dabei sind die Nationalräte Franz Ruppen und Philipp Mathias Bregy sowie Ständerat Beat Rieder. Als Gemeindevertreter sind dabei Gerhard Kiechler, Gemeinde Goms, Urs Juon von Törbel und German Gruber von Gampel. Demnächst sollen auch Vertreter aus dem Tourismus dazu kommen. Vorerst geht es darum eine finanzielle Basis zu schaffen, damit ab März mit Flugblättern, Plakaten und persönlichen Gesprächen Stimme für Stimme gewonnen werden kann. Alle Züchterinnen und Züchter sind aufgerufen, nach ihren Möglichkeiten finanzielle und ideelle Beiträge zu leisten. Das revidierte Jagdgesetz muss unbedingt angenommen werden. Eine vergleichbare Möglichkeit, die Grossraubtier-Situation in Griff zu bekommen wird kaum mehr möglich sein.

Aktuell

Archiv

Kategorien